Band 12 - Un lungo addio (Ein langer Abschied)

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Un lungo addio (Ein langer Abschied)
Autor: Gianfranco Cordara
Zeichnungen: Lorenzo Pastrovicchio
Tusche: Lorenzo Pastrovicchio

Lyos Erzfeind Vulnus Vendor verwandelt eben jenen Lyo in ein unkontrollierbares Wesen, das gleich Gozilla durch Entenhausen stürmt und erst gestoppt werden kann, als es selbst sich an seine Freunde erinnert und Klarissa vor dem sicheren Tod rettet. Doch Lyo selbst scheint unrettbar verloren…

Ghiaccio Rovente (Feuriges Eis)
Autor: Alberto Ostini
Zeichnungen: Giada Perissinotto
Tusche: Giada Perissinotto

Eigentlich soll Konrad Kiwi nur eine harmlose Geschichte im Eisstadion von Entenhausen einfangen. Und dann wird er selber gefangen: In einem Spiel als Torhüter der Duckies…


Ich habe Lorenzo Pastrovicchio erst wenige Tage vor der Niederschrift dieser Rezension beim Comicfest in München getroffen. Dort waren Teile der Originalzeichnungen dieser Geschichte ausgestellt. Der japanische Kulturreferent – der als Schirmherr der Veranstaltung anwesend war – hat diese Zeichnungen gesehen und war begeistert. Speziell der Stil, der auf den ersten Seiten an Mangas erinnert, zog ihn in seinen Bann. Was brauchen wir also noch mehr über die Zeichnungen auszuführen? Es ist sowieso schon lange meine Meinung, dass Lorenzo der beste Phantomiaszeichner ist. Hinzu kommt hier auch noch eine Geschichte, die ihresgleichen sucht und neue Maßstäbe setzt. Cordara lässt beinahe einen der Hauptcharaktere der neuen Serie sterben. Das und die Reaktion von Phantomias, der eigentlich nur noch auf Rache aus ist, machen die Geschichte zu etwas Besonderem und mir wird sie mit Sicherheit noch lange im Gedächtnis verbleiben. Und zwar für eine entscheidende Veränderung in künftigen Disney-Geschichten. Denn jetzt stehen die Türen offen, um auch einmal den Tod eines Schurken miterleben zu können. Exemplarisch dazu noch ein Ausschnitt aus einem Dialog zwischen Vendor und Phantomias: „A-aber Du b-bist ein Held… Du kannst diese Dinge nicht tun…“ „Ich habe eine schlechte Neuigkeit für Dich. Ich habe gerade meine Kündigung eingereicht.“ Hätte jemand je gedacht einen solchen Satz aus Phantomias Mund zu hören?
Angus Fangus als Torhüter in einem Eishockey-Spiel? Das kann doch nur ins Auge gehen – oder besser ins Tor und das zu Hunderten. Und doch soll alles anders kommen als man denkt. Eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Zweitgeschichte, die ebenfalls erstklassig in Szene gesetzt ist.
Tja, wie kann mir eine andere Note, als die Höchste geben? Eben – daher: Das Maximum. Sehr, sehr gutes Heft.

Bernd Glasstetter


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